Liebe Leserin, lieber Leser!

Innere Unruhe kann so zermürbend sein. Man wälzt sich im Bett hin und her und bekommt den Kopf nicht frei. Die schlechten Gedanken durchdringen den Körper. Ist die Seele belastet, beeinflusst es den ganzen Menschen. In Psalm 42 fragen die Liederdichter: „Was bist du so verwirrt, meine Seele, was stöhnst du in mir?“ Und dann kommt die Antwort: „Hoffe auf Gott!“ Beim Lesen werden Sie mehr darüber erfahren. Gott segne Sie! Ihr

Hartmut Jaeger


Wie Jesus mein Leben veränderte

Alles begann 2018, als ich meine zukünftige Frau und ihre christliche Familie kennenlernte. Ich selbst war in einem atheistischen Haushalt aufgewachsen und dachte zunächst, ihre Eltern wären vielleicht strenger. Doch im Gegenteil: Sie nahmen mich ganz herzlich auf; ich fühlte mich sehr schnell wohl und geborgen und spürte zum ersten Mal, wie Jesus eine Familie prägen kann. 2020 erreichte ich einen Tiefpunkt. In meinem Job wurde ich gemobbt, ich litt unter Angstzuständen und stand kurz vor dem Burnout. Oft saß ich vor Schichtbeginn im Umkleideraum und hatte so große Angst, dass ich am ganzen Leib zitterte, und das alles nur, weil ich wusste, dass ich jetzt wieder mit diesen Kollegen zusammenarbeiten musste. Ich war komplett am Boden und hatte für nichts mehr Kraft. Mein Leben bestand nur noch aus Arbeiten und Schlafen. In meiner Verzweiflung betete ich das erste Mal: „Jesus, wenn du mich aus diesem Job holst, nehme ich dich als meinen Gott an.“ Es war mir so viel wert, da rauszukommen, dass ich dafür mein ganzes Leben umstellen würde. Kurz darauf geschah etwas Unglaubliches. Plötzlich hatte ich neue Kraft und bewarb mich in einer anderen Firma. Es gab zwei Eignungstests und mindestens 30 bis 50 Mitbewerber. Und doch bekam ich später die Einladung zum zweiten Gespräch, und irgendwann lag ein Brief mit der Begrüßung als neuer Auszubildender im Briefkasten. Mit nur einer Bewerbung bekam ich den Job und wusste: Das war nicht mein Verdienst, sondern Jesu Wirken. Als die Zusage kam, war ich überwältigt. Erst Stunden später erinnerte ich mich an mein Versprechen. Ich hielt es und nahm Jesus als meinen Herrn an. Ab diesem Moment veränderte sich mein Leben radikal. Ich begann, die Bibel zu lesen, hörte Predigten und erkannte, wer Jesus wirklich ist. Ein halbes Jahr später ließ ich mich taufen. Das war der schönste Tag meines Lebens. Seitdem bin ich Jesus unendlich dankbar. Er hat mich gerettet, verändert und mir neues Leben geschenkt. 

› Eric Hofmann, Chemnitz


Auf dem Lamm ruht meine Seele 

Julius Anton von Poseck, Prediger der freikirchlichen Brüderbewegung im 19. Jahrhundert, schrieb das Lied „Auf dem Lamm ruht meine Seele“. Hier entwickelt er in vielen Strophen den Gedanken, dass der Mensch einen tiefen Seelenfrieden finden kann. Das Lamm ist Jesus Christus, der am Kreuz schuldlos den Verbrechertod starb. Wie ein Schaf, zur Schlachtung geführt, hat er weder geklagt noch gejammert. Dieser Mensch, der Gottes Sohn ist, wird stellvertretend geopfert wie ein Lamm zur Zeit des Alten Testamentes, nimmt die ganze Schuld des Dichters auf sich. Auch die aller Menschen, die das glaubend annehmen. Im Lied werden viele Details genannt, die sich durch den Tod dieses Lammes ergeben: Vergebung der Sünden, Frieden mit Gott, Ruhe für das Gewissen, Schutz vor dem Teufel als Ankläger, Lernen von Christus, dem Lamm Gottes, Hoffnung auf Gottes Ewigkeit. Schon jetzt im Alltag bekommt der Christ Sicherheit, dass Gott ihn nicht verwirft. Vielmehr nimmt er ihn aus Gnade an. Weil dieses Opfer vollkommend, ausreichend und gültig ist. Die Einladung, dem Lamm zu folgen, sein stellvertretendes Opfer anzunehmen, gilt auch noch heute, gilt auch noch Ihnen! Sucht nicht jeder Frieden für seine Seele? Finden Sie ihn bei Jesus, dem Lamm! 

 › Sebastian Herwig


Was ist eigentlich? Die Seele

Ein Mensch besteht aus Leib, Seele und Geist. Anders als alle anderen Geschöpfe wurde er mit Geist und Seele unvergänglich geschaffen: „Da bildete der HERR, Gott, den Menschen aus Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele“ (1. Mose 2,7). Die Bibel definiert die menschliche Seele nicht eindeutig, zeigt aber, dass sie der nicht physische Teil eines Menschen ist, der nach dem Tod weiterexistiert. Die Bibel spricht oft von Menschen als „Seelen“, besonders wenn es um den Wert des Lebens geht (Hesekiel 18,4). Die Seele wird hier von Herz, Geist und Verstand unterschieden (Matthäus 22,37; 1. Thessalonicher 5,23). Unsere Seele kann verloren oder gerettet sein (Jakobus 1,21). Daher braucht sie Erlösung. Wo wir die Ewigkeit verbringen, hängt von der Entscheidung für oder gegen Gottes Liebe ab (Römer 6,23).

› Thomas Kleine


Hilfe! Ich kann nicht mehr ...

Nachts keinen Schlaf finden oder immer wieder nach kurzer Zeit aufwachen. Bei der Arbeit ohne ersichtlichen Grund Schwierigkeiten, Anfeindungen, Unkollegialität, Egoismus statt Teamarbeit, Ellenbogenmentalität bis hin zu Mobbing. Existenzsorgen, Beziehungsprobleme. Kommt Ihnen das bekannt vor? Zunächst schleichend, langsam, kaum wahrnehmbar, aber dann wird es so massiv, bedrohlich, dass ich keine Ruhepause, kein Auftanken, kein Luftholen mehr kenne. Ich bin im Hamsterrad, bin einfach am Ende. Anfangs merke ich meine schnellen Stimmungsschwankungen oder die beginnende Depression nicht. Doch nicht bei mir, denke ich. Oder doch? Alles aussichtslos? Ich möchte Mut machen zu einem Perspektivwechsel: anstelle der Sicht aus dem Hamsterrad die Sicht auf das Hamsterrad einnehmen, auf das eigene Leben. Wagen Sie den ersten Schritt und legen Sie einen radikalen Stopp ein: abschalten von allem, auch von Social Media. Stattdessen in die Stille gehen und Gottes Wort mit Gebet lesen. Jesus Christus spricht jedem zu: „Kommt alle zu mir, die ihr geplagt und mit Lasten beschwert seid! Bei mir erholt ihr euch. Unterstellt euch mir und lernt von mir! Denn ich bin freundlich und von Herzen zum Dienen bereit. Dann kommt Ruhe in euer Leben.“ 

› Armin Schönebeck

 

Schritte zum Glauben

1

Beten Sie zu Jesus Christus. Sie können ganz einfach mit ihm reden. Er versteht und liebt Sie (Matthäus 11,28).

2

Bekennen Sie ihm, dass Sie bisher ohne Gott gelebt haben. Erkennen Sie an, dass Sie ein Sünder sind, und bekennen ihm dies als Ihre Schuld. Sie können ihm alle konkreten Sünden nennen, die Ihnen bewusst sind (1. Johannes 1,9).

3

Bitten Sie Jesus Christus, als Herr und Gott in Ihr Leben einzukehren. Vertrauen und glauben Sie ihm von ganzem Herzen. Wenn Sie sich so Jesus Christus als Herrscher anvertrauen, macht er Sie zu einem Kind Gottes (Johannes 1,12).

4

Danken Sie Jesus Christus, dem Sohn Gottes, dass er für Ihre Sünde am Kreuz gestorben ist. Danken Sie ihm, dass er Sie aus Ihrem sündigen Zustand erlöst hat und jede einzelne Sünde vergeben wird (Kolosser 1,14). Reden Sie jeden Tag mit ihm im Gebet und danken Sie ihm für Ihre Gotteskindschaft.

5

Bitten Sie Jesus Christus als Herrn, die Führung in Ihrem Leben zu übernehmen. Suchen Sie den täglichen Kontakt mit ihm durch Bibellesen und Gebet. Der Kontakt mit anderen Christen hilft, als Christ zu wachsen. Jesus Christus wird Ihnen Kraft und Mut zur Nachfolge geben.

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