Liebe Leserin, lieber Leser!
Kennen Sie dieses Sprichwort: „Am Ende wird alles gut, und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende“? Es will uns sagen, dass man schwierigen Situation gelassen bleiben sollte, denn es geht immer irgendwie weiter. Nun, Christen bilden eine besondere GmbH, eine Gesellschaft mit berechtigter Hoffnung. Nicht weil sie Traumtänzer sind oder die Realitäten bewusst totschweigen, sondern weil sie eine Person kennen: Jesus Christus. Über ihn informieren wir Sie gerne. Ich wünsche Ihnen Gottes Segen und viel Freude beim Lesen. Ihr
Hartmut Jaeger
Mein Name ist Tatjana, ich komme aus der Ukraine, bin verheiratet und lebe als Kriegsflüchtling in Deutschland. Als Kind wurde uns beigebracht, dass Gott nicht existiert. Mit 30 begann ich, mehr über ihn nachzudenken. Durch Zeugen Jehovas fing ich an, die Bibel und andere Literatur zu lesen. Doch ich bekam große Zweifel, brach den Kontakt ab. Mit Kriegsbeginn begann eine schreckliche Zeit. Die Stadt wurde abgeriegelt, wir waren ohne Heizung, Wasser, Strom. Es fehlte an allem. Vieles war zerstört, der Rest gestohlen. Eines Tages konnten wir Mariupol verlassen. Sechs Tage lang fuhr unsere Pkw-Kolonne Richtung Westen. In Saporischschja ging es mit dem Zug weiter bis Lwiw. Orientierungslos wussten wir dort nicht mehr weiter. Wir weinten und warteten, was passieren würde. „Geht nach Deutschland!“, sagten einige. Aber wie? Von einem Fremden bekamen wir unerwartete Hilfe; plötzlich befanden wir uns in einem Bus Richtung Polen. In diesem Moment berührte Gott mein Herz. Ich spürte: Er kümmert sich. Seitdem ließ Er uns nicht im Stich, bewahrte und sorgte für uns. Endlich kamen wir in Siegwinden an. Es dauerte, bis der Stress nachließ und wir langsam wieder zu uns kamen. Auch andere Flüchtlinge waren dort, die den Herrn Jesus Christus kannten. Sie luden mich zu Versammlungen ein. Wir sangen, ehrten den Herrn Jesus, lasen die Bibel und beteten. Mir wurde klar: Gott selbst rief mich. Gott „schickte“ uns auch bald in eine Gemeinde. Durch Predigten hörte ich das Evangelium und erkannte mich als Sünderin. Ich verstand, dass ich zu Jesus Christus umkehren musste. Nach einem Gottesdienst machte ich mein Leben mit ihm im Gebet fest. „Werde du Herr meines Lebens“, betete ich. Ich bat um Vergebung meiner Schuld und dankte ihm. So kam Frieden in mein Herz. Seitdem besuchen wir einen Hauskreis, lesen die Bibel. Meine Taufe fand kürzlich statt. Besonders liebe ich Johannes 3, Vers 16: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“
› Tatjana
Warum überhaupt noch Hoffnung haben?
Fragt man die KI, warum es Hoffnung gibt, ist eine Antwort: „Hoffnung ist ein mächtiges Gefühl, das uns durch Höhen und Tiefen des Lebens trägt, eine zuversichtliche innere Ausrichtung, gepaart mit einer positiven Erwartungshaltung, dass etwas Wünschenswertes eintreten wird, auch wenn wir keine Gewissheit darüber haben.“ Ist Hoffnung also surreal, ungewiss – nur Wunschdenken, damit mir Krisen nicht mehr so schlimm vorkommen und ich Kraft und Halt bekomme? Aber kann man sich wirklich auf etwas Ungewisses stützen? Wird solches Hoffen nicht zwangsläufig enttäuscht? Und dann ... alles total aussichtslos? So kommt es uns oft vor in unserer Zeit. Wer weiß wirklich Rat in dieser Welt der Mega-Krisen, für die es scheinbar keine Auswege gibt?! Ja, unerfüllte Hoffnung schmerzt und ist trügerisch. Aber anders ist es bei der Hoffnung, die sich auf Glauben gründet. Nicht wir Menschen müssen etwas bewirken, sondern Gott tat es! Er verspricht jedem, der an Jesus glaubt, ewiges Leben. Er trägt durch, bringt ans Ziel. Mit ihm können wir hoffnungsvoll leben, weil er uns im Glauben „Hoffnung mit Gewissheit“ gibt, denn 1. Johannes 5,13 sagt: „Ich habe euch das alles geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, denn ihr glaubt ja an Jesus als den Sohn Gottes.“
› Heinz-Jügen Zilg
Was ist eigentlich? Zuversicht
Das etwas unmoderne Wort „Zuversicht“ bedeutet nach dem Duden „ein festes Vertrauen auf etwas zu erwartendes Gutes“ oder einfach nur „Hoffnung“. Gerade in unserer Zeit der Unsicherheit ist solch ein Vertrauen auf etwas Gutes selten. Gibt es überhaupt etwas, auf das wir zuversichtlich hoffen können, was nicht unter einem Vorbehalt steht? Paulus schreibt: „In Jesus Christus haben wir Freimütigkeit und Zugang (zu Gott) in Zuversicht durch den Glauben an ihn“ (Epheser 3,12). So können wir uns in unserer Unsicherheit im Glauben an Gott wenden, zu ihm beten. Denn er ist der Allmächtige, d. h. derjenige, der letztlich alle Macht im ganzen All besitzt. Wenn wir unsere Zuversicht auf ihn setzen, wird er dies einmal belohnen – und uns schon jetzt Hoffnung schenken. Dazu ermutigt uns die Bibel: „Werft diese Zuversicht doch jetzt nicht weg – und mit ihr eine so große Belohnung!“ (Hebräer 10,35).
› Ralf Kaemper
Alles wird gut!
Kennst du dieses Gefühl der Hilflosigkeit, wenn dir jemand sein leidgeplagtes Herz ausschüttet und du nicht weißt, was du sagen sollst? Was tun, wenn Aussagen wie „Alles wird gut“ wie leere Worte klingen? Ich markiere mir Mut machende Bibelverse knallrot, viele stehen in den Psalmen. In Epheser 4,19 heißt es: „Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern.“ Nicht nur wenn es uns gut geht, sondern gerade auch in Leid und Krisen erinnern sie uns an Gottes Größe, Macht, Liebe und Treue. Wenn wir unsere Blicke gegenseitig auf Gott ausrichten, rückt das die Dimensionen von seinen Möglichkeiten und unseren Problemen ins rechte Licht. In einem Podcast hörte ich erst heute Morgen folgende Aussage: „Psalmen sind tolle Gedichte – bis man in Not ist. Dann sind sie Medizin.“ Vielleicht kommen sie nicht sofort an, aber Gott kann sie im Herzen nachhallen lassen. Wir können unserem Nächsten auch sagen: „Es tut mir leid, dass du dadurch musst. Ich bin für dich da. Lass uns beten.“ Und dann die Stille aushalten, vielleicht praktische Hilfe anbieten. Den Rest wirkt Gott. Ja, alles wird gut: Eines Tages wischt er alle Tränen ab. Bis dahin dürfen wir uns an seine Zusagen und an ihn selbst klammern.
› Isabel Hess
