Liebe Leserin, lieber Leser!

Am Beispiel eines Fußballers kann man sehr schön verdeutlichen, was es mit der Sünde auf sich hat. Wer gut und anständig lebt, tut sich schwer mit der Aussage der Bibel, dass jeder Mensch ein Sünder ist. Denn wir verbinden damit häufig moralische Verfehlungen. Stell dir vor, du kaufst einen guten Spieler ein. Er ist schnell, umspielt fast alle, seine Flanken kommen exakt auf den Kopf seines Mitspielers – er hat nur einen Fehler: Er schießt immer ins eigene Tor. Genau das ist das Problem des Menschen, der versucht, sein Leben ohne Gott zu gestalten. Sünde bedeutet eben auch Zielverfehlung (griech. harmatia) – also am Ziel des Lebens vorbeigeschossen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen nachdenkliche Augenblicke beim Lesen der Beiträge. Ihr

Hartmut Jaeger


Vom Tor des Monats zum Tor des Lebens

Die Fußballweltmeisterschaft 2026 ist für mich ein Anlass, auf meinen eigenen Weg zurückzublicken. Fußball war lange mein großer Traum. Mit 15 Jahren wurde ich bei einem Jugendauswahlturnier von einem Talentsucher von Eintracht Frankfurt entdeckt, mit 17 wechselte ich in die Jugend des Vereins. Ich war auf dem Weg zum Profifußball. 1980, mit 19 Jahren, wurde ein Tor von mir in der ARD-Sportschau zum „Tor des Monats“ gewählt. Ich war der erste Amateurspieler, dem diese Auszeichnung jemals verliehen wurde. Anerkennung und Aufmerksamkeit begleiteten mich früh. Doch mit 23 Jahren war nach zwei Operationen der Traum vorbei. Ich spielte noch vier Jahre in der höchsten und zweithöchsten Amateurklasse, bevor ich mit 28 endgültig meine Fußballschuhe an den Nagel hängte. Was blieb, waren Ehrgeiz, Fleiß, Disziplin und Ausdauer. Diese Eigenschaften setzte ich später in der Immobilienbranche ein und war maßgeblich daran beteiligt, den erfolgreichsten Immobilienvertrieb eines mittelständischen Unternehmens zur Marktführerschaft zu führen. Ich verdiente viel Geld, erreichte große Ziele und war dennoch innerlich leer. Weder sportlicher Erfolg noch berufliche Karriere machten mich wirklich glücklich. Etwas Entscheidendes fehlte. Im zweiten Halbjahr 2014 kam es zu einem Wendepunkt. Meine Frau Dagmar und ich saßen uns gegenüber, jeder an seinem Laptop. Ich las einen Satz im Internet: „Es gibt einen himmlischen und einen kosmischen Gott.“ In diesem Moment war uns beiden klar, dass wir die ganze Zeit mit dem falschen Gottesbild unterwegs gewesen waren. Uns fiel es wie Schuppen von den Augen. Die innere Last war plötzlich weg. Unabhängig voneinander beteten wir, bekannten unsere Schuld und vertrauten unser Leben Jesus an. An diesem Tag wurden wir neu geboren, wie es die Bibel beschreibt. Seitdem leben wir mit einer neuen Perspektive und brennen dafür, die gute Nachricht von Jesus Christus weiterzugeben. Ich habe gelernt: Das „Tor des Monats“ brachte Applaus. Das „Tor des Lebens“ brachte Sinn. Meine Geschichte habe ich im Buch festgehalten: „Vom Tor des Monats zum Tor des Lebens – Ein Leben zwischen Fußball, Karriere, Lebenskrise und Glauben“ 

› Klaus Mehler

 


Jesus tut meiner Seele gut: Er ist mein Schuldvergeber

Ich bewundere die Männer und Frauen, die der heilige und allmächtige Gott inspirierte und gebrauchte, um uns das Wort Gottes mitzuteilen, die Bibel. Diese Propheten der Bibel sind Friedensstörer, denn sie stören den Scheinfrieden und heilen den Unfrieden. Sie nennen Sünde Sünde und nicht einfach nur Fehler. Sie sprechen von Lüge und nicht von Unwahrheit. Sie nennen Götzen Götzen und nicht schöne Idole. Sie weisen auf den großen Seelenfreund und Schuldvergeber Jesus Christus hin. Jesaja war einer von diesen Leuten. Er wirkte von 740–680 v. Chr. Wir laden Sie ein, einen Abschnitt aus einem Text von Jesaja zu lesen. Wir haben Namen eingefügt, um zu verdeutlichen, dass Jesus tatsächlich der Schuldvergeber ist. Beim Lesen dieses Abschnitts können Sie dabei ihren eigenen Namen einsetzen. Probieren Sie es aus …

Verachtet war Jesus und verlassen von Erik. Jesus, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; wie einer, vor dem Erik das Angesicht verbirgt, so verachtet war Jesus und Erik achtete Jesus nicht. Fürwahr, Jesus hat Eriks Krankheit getragen und Eriks Schmerzen auf sich geladen; Erik aber hielt Jesus für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch Jesus wurde um Eriks Übertretungen willen durchbohrt, wegen Eriks Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf Jesus, damit Erik Frieden hätte, und durch seine Wunden ist Erik geheilt worden. Erik ging in die Irre wie ein Schaf. Erik wandte sich auf seinen Weg; aber der Herr warf alle Schuld von Erik auf Jesus. Jesus wurde misshandelt, aber Jesus beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut. Aber dem Herrn gefiel es, Jesus zu zerschlagen; er ließ Jesus leiden … Nachdem die Seele von Jesus Mühsal erlitten hat … und Eriks Sünden wird Jesus tragen. (Das Original ist nachzulesen in Jesaja 53.) 

› Erik Junker


Der Weg ist nicht das Ziel

Nachdem am 11.06. die 23. Fußballweltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko startete, gab es für die beteiligten Nationalmannschaften nur noch ein Ziel, am 19.07. Weltmeister zu werden. Im Internet fand ich zu diesem Thema eine interessante Bemerkung: Ziele haben Macht, weil sie Orientierung, Fokus und Motivation bieten, indem sie uns helfen, das Wesentliche zu erkennen, unsere Kräfte zu bündeln und Fortschritte messbar zu machen, was zu mehr Zufriedenheit und sogar einem längeren Leben führen kann. In seinem Brief an die Philipper schreibt der Apostel Paulus: „Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist, und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus“ Das Ziel ist das ewige Leben in der Gemeinschaft mit Gott, unserem himmlischen Vater. Im Wort Gottes werden wir daran erinnert, dass wir das Ziel des Glaubens dann erreichen, wenn wir bereit sind, an der Hand unseres gnädigen Gottes die Ziellinie zu überqueren. Auf diesem Weg gibt es Herausforderungen und Gefahren, die zu bewältigen sind. Dieser Weg ist kein Spaziergang. Im Philipperbrief lesen wir aber, dass Gott es ist, der das Wollen und das Vollbringen schenkt. 

› Joachim Boshard


Daneben geschossen

Als Kind zeigte mir mein Vater, wie man mit einem Bogen schießt. Ich nahm mir Zeit, zielte sorgfältig und ließ los. Der Pfeil flog – und verfehlte die Scheibe. Nicht weit, aber deutlich. Mir wurde klar: Gute Absicht reicht nicht. Entscheidend ist, ob das Ziel getroffen wird. Dieses einfache Bild hilft, das biblische Verständnis von Sünde besser zu verstehen. Im Deutschen ist „Sünde“ ein schweres Wort. Viele verbinden damit besonders schlimme moralische Verfehlungen. In der Bibel steht jedoch oft das griechische Wort hamartía. Es stammt aus der Welt des Schießens und bedeutet wörtlich: das Ziel verfehlen. Sünde ist also nicht nur eine einzelne schlechte Tat, sondern ein Leben, das am eigentlichen Ziel vorbeigeht. Dieses Ziel ist die Gemeinschaft mit Gott. Der Mensch ist dazu geschaffen, Gott zu ehren, ihm zu vertrauen und nach seinem Willen zu leben. Wenn er sich von Gott abwendet, verfehlt er dieses Ziel. Die Bibel sagt, dass alle Menschen dieses Ziel verfehlt haben. Doch Gott möchte die Menschen nicht mit dieser Zielverfehlung zurücklassen. In Jesus Christus ist er selbst auf uns zugegangen, um uns den Weg zurück zu zeigen. Wer an Jesus glaubt, empfängt Vergebung und neues Leben. Wenn Sie merken, dass Ihr Leben am Ziel vorbeigeht, dann gilt diese Einladung auch Ihnen: Vertrauen Sie Jesus Christus. Bei ihm finden Sie das Ziel, für das Ihr Leben gedacht ist. 

› Samuel Hildebrand

 

Schritte zum Glauben

1

Beten Sie zu Jesus Christus. Sie können ganz einfach mit ihm reden. Er versteht und liebt Sie (Matthäus 11,28).

2

Bekennen Sie ihm, dass Sie bisher ohne Gott gelebt haben. Erkennen Sie an, dass Sie ein Sünder sind, und bekennen ihm dies als Ihre Schuld. Sie können ihm alle konkreten Sünden nennen, die Ihnen bewusst sind (1. Johannes 1,9).

3

Bitten Sie Jesus Christus, als Herr und Gott in Ihr Leben einzukehren. Vertrauen und glauben Sie ihm von ganzem Herzen. Wenn Sie sich so Jesus Christus als Herrscher anvertrauen, macht er Sie zu einem Kind Gottes (Johannes 1,12).

4

Danken Sie Jesus Christus, dem Sohn Gottes, dass er für Ihre Sünde am Kreuz gestorben ist. Danken Sie ihm, dass er Sie aus Ihrem sündigen Zustand erlöst hat und jede einzelne Sünde vergeben wird (Kolosser 1,14). Reden Sie jeden Tag mit ihm im Gebet und danken Sie ihm für Ihre Gotteskindschaft.

5

Bitten Sie Jesus Christus als Herrn, die Führung in Ihrem Leben zu übernehmen. Suchen Sie den täglichen Kontakt mit ihm durch Bibellesen und Gebet. Der Kontakt mit anderen Christen hilft, als Christ zu wachsen. Jesus Christus wird Ihnen Kraft und Mut zur Nachfolge geben.

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